Guy Pearce spielt in »Memento« die Hauptrolle des Leonard Shelby, welcher auf der Suche nach dem Mörder seiner Frau ist, wobei er stark unter dem Verlust seines Kurzzeitgedächtnisses leidet.
Der australisch-britische Schauspieler startete seine Karriere wie einige Kollegen in der australischen Soap Neighbours, der Durchbruch gelang ihm mit der ebenfalls australischen Low-Budget Produktion »Priscilla – Königin der Wüste« (1994). Neben »Memento« fand Pearce große Beachtung in dem Hollywood-Film »L.A. Confidential« (1997).
Zur Zeit lebt Pearce mit seiner Frau Kate in Melbourne, wo er auch Theater spielt.
Carrie-Anne Moss spielt in »Memento« die Rolle der geheimnisvollen Natalie.
Die Kanadierin verschlug es mit 20 Jahren wegen einer Model-Karriere nach Europa. 1991 bekam sie eine Rolle in der US-amerikanisch-spanischen Fernsehserie »Dark Justice«. Nach einem Drehaufenthalt in Los Angeles entschied sie sich dort zu bleiben. Das gab ihr die Gelegenheit zu mehreren Film- und Serienprojekten sowie Theaterstücken. Der Erfolg des Action-Films »Matrix« (1999) und dessen beiden Fortsetzungen machte sie zu einer gefragten Darstellerin.
Es folgten Haupt- und Nebenrollen in Filmen wie »Red Planet« und »Suspect Zero«. 2007 wurde sie als beste Nebendarstellerin mit dem Genie Award für den Film »Snow Cake« ausgezeichnet.
Joe Pantoliano ist ein US-amerikanischer Schauspieler italienischer Abstammung und spielt in »Memento« den undurchsichtigen und manipulativen Teddy.
Seine Karriere als Schauspieler begann er Mitte der 1970er Jahre mit kleinen Rollen in verschiedenen Kino- und Fernsehproduktionen. Eine erste wichtige Rolle spielte er 1980 im Filmdrama »Alle meine Stars«. Nach einigen Gastauftritten in verschiedenen Fernsehserien folgten Auftritte in Filmproduktionen, darunter »Midnight Run« (1988), »Auf der Flucht« (1993), »Bound« (1996) oder »Matrix« (1999). Im Jahr 2003 bekam er einen Emmy für eine Rolle in der Mafia-Serie »Die Sopranos«. Außerdem gab er in diesem Jahr sein Debüt als Regisseur des Films »Just Like Mona«. Seit Mitte der 1990er Jahre betätigt er sich auch als Filmproduzent.
Rache ist die Aufgabe, die sich der ehemalige Versicherugnsermittler Leonard Shelby (Guy Pearce) seit dem Vergewaltigungsmord an seiner Frau gestellt hat. Ein beinahe aussichtsloses Unterfangen, denn seit der schrecklichen Tat leidet Shelby an einem Verlust seines Kurzzeitgedächtnisses. Ohne seine Notizen, Fotos oder Tätowierungen am Körper kann er sich an nichts mehr erinnern.
Verzweifelt sucht er den Mörder seiner Frau. Der scheinbar so hilfreiche Teddy (Joe Pantoliano) und die mysteriöse Natalie (Carrie-Anne Moss) können ihm vielleicht helfen…
Ein Mann mit einer tödlichen Mission, auf dem Weg zurück zu einer schrecklichen Erkenntnis.
Christopher Nolan stellt in »Memento« gewohnte Erzählstrukturen auf den Kopf, denn er zeigt die Geschichte chronologisch – aber rückwärts.
Der Film verfolgt zwei Handlungsstränge: Zum einen wird die eigentliche Geschichte des Films erzählt. Damit der Zuschauer, wie der Protagonist Leonard Shelby, den Verlust des Kurzzeitgedächtnisses fühlen kann, laufen die farbigen Szenen chronologisch rückwärts ab. Der Zuschauer befindet sich somit permanent in einer Handlung, ohne deren Vorgeschichte zu kennen, wodurch es erschwert wird, das Gesehene zu ordnen und in Bezug zu setzen. Zum anderen werden Geschehnisse unmittelbar vor dieser Handlung in schwarz-weiß gezeigt. Diese laufen wiederum chronologisch vorwärts und über den ganzen Film verteilt.
»Memento« ist ein amerikanischer Thriller aus dem Jahr 2000. Verantwortlich für die Regie und das Drehbuch ist Christopher Nolan.
Die Anfänge fand der Film im Juli 1996, als Nolans Bruder Jonathan ihm von seiner Idee einer Kurzgeschichte erzählte. Während Jonathan die Kurzgeschichte fertigstellte, sendete dieser seinem Bruder Zwischenentwürfe, so dass Christopher die Arbeit am Drehbuch beginnen konnte.
Im Juli 1997 konnte schließlich Newmarket Films als Sponsor gewonnen werden, welche ein Budget von 4.5 Millionen Dollar bereitstellten. Die Pre-Produktion dauerte sieben Wochen, gedreht wurde an 25 Tagen zwischen September und Oktober 1999 in Kalifornien.
»Memento« feierte Premiere am 5. September 2000 auf den Filmfestspielen in Venedig und wurde dort von den Kritikern mit Beifall aufgenommen. Besonders geschätzt wurden die einzigartige, nichtlineare Erzählstruktur und die darin behandelten Themen.
Trotz der positiven Resonanz erwies es sich als schwierig einen Vertrieb zu finden, da der Film als zu komplex für ein Massenpublikum erachtet wurde, so dass die Produktionsfirma Newmarket entschloss das Risiko einzugehen den Film selbst zu vertreiben.
»Memento« zeigte sich sehr erfolgreich an der Kinokasse – bis zum August 2007 wurden 40 Millionen Dollar eingespielt – und erhielt einige Auszeichnungen, darunter Academy Award Nominierungen für das Drehbuch und den Schnitt.
Christopher Nolan ist ein erfolgreicher Regisseur, Drehbuchautor und Produzent britisch-amerikanischer Abstammung.
Mit »Memento« gelang ihm der Durchbruch, danach folgten einige
Projekte, in denen er teilweise neben der Regie auch als Produzent
und Drehbuchautor tätig war:
»Insomnia« (2002), »Batman Begins« (2005),
»Prestige – Die Meister der Magie« (2006),
»The Dark Knight« (2008) und »Inception« (2010).
Bis jetzt erhielt er 79 Nominierungen in den Kategorien bester Regisseur und bestes Drehbuch, von denen er 42 gewann. Darunter war auch eine Oscar- und eine Golden Globe-Nominierung für das beste Drehbuch in »Memento«, die meisten Preise gewann er jedoch für »The Dark Knight«.